Wenn es mit dem Lernen nicht „wie bei allen anderen” läuft, kann es dafür viele Gründe geben.

Vielleicht...

... hat das Kind noch nicht verstanden, warum und für wen es lernt. Was der Lernstoff mit dem eigenen Leben zu tun hat.

... ist das Kind durch Krankheit oder familiäre Situationen zur Zeit abgelenkt bzw. überfordert.

... hat das Kind kein Vertrauen in sich selbst, dass es lernen kann. Pablo Picasso sagte einmal "Es kann, wer denkt er kann, und es kann nicht, wer denkt, er kann nicht. Dies ist ein unerbittliches, unbestrittenes Gesetz."

... gibt es biogenetische Gründe.

... gibt es neurobiologische Gründe.

... soll das Kind mittels einer Methodik lernen, dass nicht seinen Bedürfnissen entspricht.

Begriff
Abgeleitet von lat. "legere": lesen und griech. "asthenia": Schwäche, bildete sich im deutschen Sprachraum der Begriff Legasthenie. Diese Bezeichnung war jedoch nicht umfassend genug und wurde später auf Lese-Rechtschreib-Schwäche erweitert. Als man feststellte, dass Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche nicht grundsätzlich dumm sind, sondern eine normale (bis hohe) Intelligenz haben, entstanden die Begriffe der "Teilleistungsschwäche/ -störung bzw. Lernstörung bei normaler Intelligenz". Im englischsprachigen Raum wurden unter dem Oberbegriff "Learning Disabilities" die Begriffe "Dyslexia", mit den Unterteilungen "Dyslexie" (Störung des Lesens und Schreibens), "Dyskalkulia" (Störungen des Rechnens) und "Dysphasie" (Störungen der Sprachfähigkeit) geprägt.

Die Begriffe Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) sowie Dyskalkulie und Rechenschwäche, aber auch Teilleistungsschwäche/ -störung sind bis heute nicht einheitlich definiert und werden daher oft synonym füreinander verwendet.

Für den Fördersansatz ist es jedoch unabdingbar zu unterscheiden, ob beim Betroffenen eine biogenetisch bedingte multikausale Problematik vorliegt (Legasthenie, besondere Form der LRS), die eine individuelle Diagnostik sowie individuelle Förderung erfordert oder "nur" ein Lerndefizit vorliegt, dass zur Unterscheidung mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) bezeichnet wird. Leider ist es in unserem Land aber immer noch weit verbreitet, alle Kinder, die Probleme mit dem Schreiben und Lesen haben, gleich zu behandeln und als LRS-Kinder bzw. Legastheniker, unabhängig von der Ursache der Probleme, zu bezeichnen. 

Durch Anklicken der einzelnen Menüpunkte erfahren Sie mehr zu den einzelnen Förderbereichen Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), Dyskalkulie, Rechenschwäche und Aufmerksamkeit.

   
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